
31-08-2026
Spatenstich am Königshügel der RWTH
Im Beisein von Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes, der Geschäftsführerin des BLB Gabriele Willems, dem OB von Aachen Dr. Michael Ziemons und RWTH-Rektor Prof. Dr. Ulrich Rüdiger fand heute auf dem Königshügel des Campus Hörn der RWTH Aachen der Spatenstich für das AOC - Ersatzneubau des Instituts für Anorganische und Organische Chemie statt.
In ihrer Ansprache lobte Ministerin Ina Brandes das moderne Gebäude und die leistungsfähige Ausstattung. Prof. Dr. Ulrich Rüdiger bezeichnete das Gebäude als doppelten Gewinn für die RWTH Aachen. Einerseits brauche exzellente Forschung hochmoderne Rahmenbedingungen, die der Ersatzbau verschaffe. Andererseits passe der ressourceneffiziente Bau sehr gut zu der Nachhaltigkeitsstrategie der RWTH und zeige, was im Bausektor in Sachen Nachhaltigkeit bereits alles möglich sei.
Für KRESINGS war - neben Kilian und Christian - das gesamte AOC Projekt- und Baumanagementteam anwesend.
Das AOC begleitet uns nun schon viele Jahre, soll jetzt aber zügig realisiert werden. Voraussichtliche Fertigstellung ist für 2029 geplant.
Die RWTH Aachen bekommt einen Neubau für die Institute der Anorganischen und Organischen Chemie (AOC) auf dem Campus Hörn. Erkenntnisse aus diesen Schlüsseldisziplinen sind beispielsweise für die nachhaltige Energieversorgung, moderne Arzneimittel und Diagnostik von zentraler Bedeutung. So können etwa innovative Materialien und Werkstoffe für Batterien, Solarzellen oder Katalysatoren entwickelt werden. Das Land NRW trägt rund die Hälfte der Baukosten.
Das neue Element auf dem Campus Hörn verbindet komplexe Laborinfrastruktur mit einer besonders ressourcenschonenden Bauweise. Der fünfgeschossige Neubau wird auf einer Fläche von 2.200 Quadratmetern spezialisierte Labor- und Messräume, einen Hörsaal und Büros enthalten. Zudem werden eine Fassade aus farbigem Industrieglas sowie eine markante Freitreppe im Atrium das Erscheinungsbild prägen. Anstelle klassischer Baustoffe sollen CO₂-reduzierter Zement und Stahl aus wiederverwertetem Schrott verbaut werden. Eine Photovoltaikanlage wird künftig Solarstrom in Höhe des jährlichen Bedarfs von zehn durchschnittlichen Privathaushalten produzieren. Heizung, Kühlung und Energieeffizienz sind auf dem neuesten energetischen Standard geplant. So wird beispielsweise eine Wärmerückgewinnungsanlage eingebaut, die Wärme der Abluft aus Laboren, Hörsälen und Sanitärbereichen zum Vorheizen nutzt.


