08-07-2026

Grundstein am Elisabeth-Selbert-Gymnasium gelegt

Mit der Grundsteinlegung an der Bernburger Straße in Düsseldorf-Eller ist der symbolische Startschuss für die Erweiterung des vierzügigen, 2024 gegründeten Elisabeth-Selbert-Gymnasiums gefallen.
Der Grundstein wurde symbolisch von Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, gemeinsam mit Schulleiterin Lourdes Campagna und der Leiterin des Amtes für Schule und Bildung Dagmar Wandt gelegt. Für KRESINGS war das gesamte Planungs- und Bauleitungsteam vor Ort.

Die Zeremonie wurde vom Schulchor eingeleitet, anschließend sprachen Herr Hintzsche, eine Schülerin und ein Schüler der Unterstufe (es gibt bisher nur eine Unterstufe), Frau Campagna. Als Höhepunkt fand die Enkelin der Namensgeberin Elisabeth Selbert sehr bewegende Worte über das Leben und Wirken ihrer Großmutter. Nach dem zeremoniellen Akt gab es Currywurst und kühle Drinks.

Der Neubau, der den denkmalgeschützten Bestand der ehemaligen Hauptschule mit einer neuen Sporthalle verbinden wird, enthält moderne Lernlandschaften, naturwissenschaftliche Fachräume und multifunktional nutzbare Flächen, die eine moderne pädagogische Arbeit ermöglichen. Die neue Dreifeldsporthalle mit Gymnastikraum, wird auch dem Vereinssport zugutekommen. Die Außenanlagen werden neugestaltet, unter anderem entstehen ein Multifunktionsfeld für Fußball und Basketball sowie eine Laufbahn.

Das Bauvorhaben erfüllt hohe Nachhaltigkeits- und Energieeffizienz-Standards. Die Dachflächen des Schulgebäudes werden mit einem Biodiversitätsdach und einer Photovoltaikanlage ausgestattet, das Dach der Sporthalle wird neben der Photovoltaikanlage eine extensive Begrünung erhalten.

Noch vor der Grundsteinlegung sorgte das Baugelände für eine Überraschung: Bei einer routinemäßigen Kampfmittelsondierung stießen Arbeiter im Dezember 2025 in rund 80 Zentimetern Tiefe auf eine massive Betondecke. Archäologen legten daraufhin einen bislang unbekannten Luftschutzgraben aus dem Zweiten Weltkrieg frei, der Platz für mehr als 200 Menschen geboten hätte. Geborgen wurden unter anderem Luftschutzhelme, Metallgeschirr, Werkzeuge sowie Teile einer Gasmaske – Zeugnisse einer bewegten Geschichte des Standorts, an dem die denkmalgeschützte Bernburger Schule bereits seit 1915 besteht. Der Fund wurde von Experten des Instituts für Denkmalschutz und Denkmalpflege dokumentiert und steht dem weiteren Baufortschritt nicht entgegen.